Willkommen auf unserer Webseite!

Prozesskostenhilfe: Wo und Wie?

Prozesskostenhilfe: Wo und Wie?

Prozesskostenhilfe bei der Ehescheidung:

Ehepartner mit schwacher Einkommensposition können zur Durchführung von gerichtlichen Prozessen (wie z.B. einer Ehescheidung) einen Antrag auf Prozesskostenhilfe (PKH) bzw. Verfahrenskostenhilfe (VKH) beantragen.  Prozesskostenhilfe bedeutet eigentlich nix anderes, als dass man von den gerichtlichen Gebühren bzw. Kosten einer Scheidung befreit wird und darüber hinaus  (je nach Einkommensposition) auch von den Anwaltskosten befreit werden kann.

In fast 75% aller Scheidungsverfahren erhält mindestens einer der Ehepartner Prozesskostenhilfe – ein Antrag lohnt sich also durchaus und ist fast immer empfehlenswert. Wenden Sie sich also diesbezüglich am Besten an ihren Scheidungsanwalt und lassen Sie sich ausführlich beraten – alternativ gibt es inzwischen auch diverse Onlineportale, die sich auf den Antrag von Prozesskostenhilfe spezialisiert haben.

Vor allem Personen mit knapper finanzieller Freiheit , wie z.B. Hartz IV oder ALG Empfänger können zumeist mit Prozesskostenhilfe bei einer Scheidung rechnen.  Doch es hängt nicht nur vom Einkommen der Ehepartner ab, ob man Prozesskostenhilfe erhält – auch wenn Sie ein gutes Einkommen vorweisen können, haben Sie Chancen, die Prozesskostenhilfe in Anspruch zu nehmen – genau dann, wenn Sie z.B. hohe Verbindlichkeiten bzw. Schulden aufweisen können.

Wovon hängt die Zustimmung ab?

Allgemein gibt es drei wichtige Voraussetzungen zur Bewilligung von Prozesskostenhilfe:

  • Trennungsjahr

Das Trennungsjahr der Ehepartner muss bereits abgelaufen sein, bevor man den Antrag auf PKH stellt.

  • Bedürftigkeit und Vermögensposition

Wer Prozesskostenhilfe beantragen möchte, muss bedürftig sein. Das heißt, dass man nur über geringfügige finanzielle Liquiditäten verfügt und auch kein entsprechendes Vermögen besitzt, welches für die Kosten der Scheidung angesetzt werden kann.  Hartz IV Empfänger und Personen mit geringem Nettoeinkommen bekommen in den meisten Fällen einen Zuspruch auf Prozesskostenhilfe – doch auch Personen mit einem durchschnittlichen oder sogar gutem Nettoeinkommen können einen Zuspruch erlangen, z.B. wenn sie hoch verschuldet sind und dies dementsprechend nachweisen können.

  • Gleichwertigkeit der Einkommensposition

Der Ehepartner des Antragstellers der Prozesskostenhilfe darf kein wesentlich höheres Einkommen haben, da sonst ein Unterhaltsanspruch gegen ihn vorliegt. Wird ein Unterhaltsanspruch angesetzt, wird das Einkommen des Antragstellers erhöht, wodurch dann zumeist kein Anspruch auf Prozesskostenhilfe mehr gilt.

Abschließend: Prozesskostenhilfe >> Wo und wie?

Wie gesagt, muss ein spezielles Antragsformular ausgefüllt werden, um die Prozesskostenhilfe für die Scheidung zu beantragen. Wir empfehlen Ihnen sich diesbezüglich auch von ihrem Anwalt beraten zu lassen.

Danach wird geprüft ob Sie Anspruch auf die Verfahrenskostenhilfe haben. Eine Rückzahlung  der finanziellen Hilfe ist in den meisten Fällen nicht von Nöten – allerdings gibt es auch Modelle wo die Prozesskostenhilfe durch monatliche Ratenzahlungen beglichen werden muss. Dies hängt meist von der finanziellen Einkommensposition ab.

Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Prozesskostenhilfe

Leave a Reply

You must be logged in to post a comment.

Recent Comments

    Latest Posts

    Login Form